Verantwortung

Schritt für Schritt in eine verantwortungsvolle und nachhaltige Zukunft – wir haben mit der Verwendung von nachhaltigen und recycelten Materialien begonnen, verarbeiten Denim in umweltschonenden Produktionsprozessen, haben die Verwandlung zu einem veganen Modelabel vollzogen und die Produktions- und Arbeitsbedingungen für unsere Produzierenden verbessert. In folgendem Text möchten wir Euch über unsere bisherigen Erfolge informieren und Euch mitteilen, welche Schritte wir in Zukunft gehen werden.

Nachhaltige Materialien

Unsere ORGANIC Kollektion besteht aus den natürlichen Materialien Bio-Baumwolle (GOTS-zertifiziert) und Bambusviskose sowie aus recyceltem Polyester, das ausrangierten Kunstfasern ein zweites Leben ermöglicht und dabei einen Beitrag zur Müllreduktion leistet. Außerdem setzen wir in unseren ragwear-Lieblingsteilen auf langlebiges Lyocell, Leinen und wassersparenden Hanf.

Warum benutzen wir GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle?

Der Einsatz von gesundheitsgefährdenden Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden ist beim Anbau von ökologischer Baumwolle streng verboten. Davon profitieren alle Akteure des Baumwollanbaus, insbesondere durch die Vermeidung von direktem Kontakt mit diesen aggressiven Chemikalien. Hinzu kommt, dass die Natur nicht durch unnötige Gifte belastet wird, die ansonsten das Grundwasser verseuchen sowie Flora und Fauna in den Anbaugebieten nachhaltig schädigen. Über unser gesamtes Sortiment hinweg, liegt der Anteil GOTS-zertifizierter Baumwolle bereits bei über 30 Prozent. Bio-Baumwolle ist für uns in der Anschaffung 30 bis 35 Prozent teurer als konventionell angebaute Baumwolle. Diese Kosten tragen wir und verstehen sie als unseren Beitrag für eine intakte Umwelt und eine Investition in die Zukunft unseres Planeten.

Eine nachhaltige Alternative zur Bio-Baumwolle ist Viskose aus Bambus – ein extrem schnell nachwachsender, natürlicher Rohstoff, der zudem antibakteriell ist und somit keinen Einsatz von Pflanzenschutzmittel benötigt. Viskose ist robust, leicht waschbar und punktet mit einem angenehmen Tragegefühl auf der Haut.

Außerdem setzen wir auf recyceltes Polyester in unseren ragwear-Lieblingen, das einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Vermüllung unserer Erde durch Plastik leistet. Warum wir nicht ganz auf Kunstfasern verzichten? Polyester bietet eine Menge positiver Eigenschaften, die besonders für die Robustheit, Formbeständigkeit und die Wärmespeicherung unserer Produkte von Nutzen sind.

Ihre Weichheit haben die ragwear-Sweater unter anderem Lyocell zu verdanken. Die glatte, weiche und leichte Faser stammt aus dem Zellstoff nachhaltig bewirtschafteter Bäume. Lyocell wird aus pflanzlicher Cellulose hergestellt und ist daher zu 100% biologisch abbaubar. Da die Lyocell-Produktion in einem geschlossenen Kreislauf erfolgt, gehen dabei kaum Materialien und Ressourcen verloren. Lyocell zeichnet sich durch seine Weichheit und hervorragende Feuchtigkeitsaufnahme aus und ist ein bequemer, vielseitiger und schmeichelhafter Stoff.

Für unsere Sommer-Lieblinge verwenden wir besonders gerne Leinen. Ein sehr altes, langlebiges Material aus den Fasern der Flachs Pflanze. Der starke Stoff hat einen natürlichen Glanz und eine leicht raue Textur. Aufgrund seiner atmungsaktiven und hochsaugfähigen Kapazität wird er üblicherweise zur Herstellung von Sommerkleidung verwendet.

Hanfgewebe ist eines der nachhaltigsten Materialien der Welt. Perfekt für die Produktion unserer Klamotten also. Die Pflanze kann ohne Pestizide und Chemikalien angebaut werden, braucht nicht viel Wasser und wächst schnell. Der Stoff kombiniert Eigenschaften wie Langlebigkeit und UV-Schutz, er nimmt Feuchtigkeit auf und kühlt die Haut bei heißem Wetter. Außerdem ist Hanf antibakteriell und wird umso weicher, je öfter man ihn wäscht.

Wir treten aktiv für einen nachhaltigeren, bewussteren Wasserkonsum ein. Wasserverschmutzung durch Chemikalien, die bei der Herstellung von Fasern und der Produktion und Veredlung von Textilien eingesetzt werden, ist in der Textilindustrie leider noch häufig an der Tagesordnung. Weltweit werden schädliche Produktionsabwässer illegal in Flüsse, Seen und Meere abgeleitet. Hinzu kommt die immense Grundwasserverschmutzung durch die auf den Baumwollfeldern eingesetzten Chemikalien.

Um unseren Vorstellungen gerecht zu werden und unsere Ziele zu erreichen, scheuen wir uns nicht vor radikalen Entscheidungen: Als uns 2007 bewusstwurde, dass wir nicht garantieren können, gleichzeitig qualitativ hochwertige und preisattraktive Jeans so ressourcenbewusst produzieren zu können, dass es unserem eigenen Anspruch genügt, haben wir unsere Jeanslinie eingestellt. Erst heute finden wir Partner, die Prozesse realisieren, die unseren hohen Produktionsansprüchen gerecht werden und so nehmen wir nach und nach wieder Denimprodukte in unser Sortiment auf. Wer unternehmerische Verantwortung übernehmen will, der muss auch bereit sein, unangenehme Entscheidungen zu treffen und mit den daraus resultierenden Konsequenzen leben.

Schluss mit der Verschmutzung der Umwelt durch Plastikabfälle!

Die Textilbranche ist für zu viele unnötige Plastikabfälle verantwortlich. Wir wollen unseren Teil der Verantwortung übernehmen und haben es uns zum Ziel gesetzt, ausschließlich biologisch abbaubare und kompostierbare Verpackungsmaterialien zu verwenden. Bis wir unseren gesamten Logistikprozess umgestellt haben, verwenden wir schon heute Tüten, die zu über einem Drittel aus abbaubarer Maisstärke bestehen.

Echte Partner(schaft)

Von der Entwicklung unserer Materialien bis hin zum fertigen Produkt – seit über 15 Jahren arbeiten wir eng mit ein und demselben Produzenten in Shandong zusammen. Wir sind zusammen an Problemen gewachsen und mittlerweile echte Freunde, die sich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Uns verbindet unter anderem der Wunsch, die Bekleidungsindustrie sowie Arbeits- und Produktionsbedingungen in dieser verbessern zu wollen. Firmeninterne Kindertagesstätten, die ganzheitliche Wertschätzung der Arbeiter und weitreichende Arbeitsstättenschutzmaßnahmen sind die Basis dieser Kooperation. Dass Kinderarbeit, Diskriminierung, unentgeltliche Ausnutzung und exzessive oder unbezahlte Überstunden ausgeschlossen sind, betrachten wir genauso wie unser Partner vor Ort als eine Selbstverständlichkeit.

Es mag sein, dass es Lieferanten gibt, die in Sachen Umwelt- und Sozialstandards schon besser aufgestellt sind als unser Partner in Shandong. Wir haben uns aber bewusst dafür entschieden, eben keinen neuen Partner zu suchen, sondern den umständlicheren Weg zu gehen und uns gemeinsam Schritt für Schritt zu verbessern. Wir wollen unseren Produzenten und seine Mitarbeiter an unserem Erfolg teilhaben lassen, gemeinsam wachsen und Umwelt- und Sozialstandards zusammen verbessern. Auch wenn dieser Weg möglicherweise etwas länger dauert.

 

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